Robert Millar wird Philippa York – oder: Eine gelungene Verwandlung

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Robert Millar wird Philippa York – oder: Eine gelungene Verwandlung

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 12. Juli 2017) Viele Menschen erinnern sich bestimmt an den schottischen Radsportler Robert Millar, der in den 1980er Jahren viele Preise eingeheimst hat. Vor kurzem hat die Sportreporterin Philippa York in einem Cyclingnews-Artikel bekanntgegeben dass sie früher Robert Millar war.

Philippa York hat anlässlich der Tour de France ihre Zusammenarbeit mit dem britischen Fernsehsender ITV4 angekündigt und gleichzeitig ihre Identität als Robert Millar erklärt – bevor sie sich einer geschlechtsangleichenden Behandlung unterzogen hatte.

Philippa York

Philippa York heute. Sie sagt nicht, ob sie selbst noch Radsport betreibt… 😉 © Cyclingnews.com/Philippa York

Philippas Weg zur Frau begann schon Anfang der 2000er Jahre.

Thankfully gender issues are no longer a subject of such ignorance and intolerance, there's a much better acceptance and understanding.
(Philippa York in Cyclingnews)

Philippa hat erklärt, dass sie ihr Privatleben anfangs geschützt hatte, aber dass ihre Familienangehörigen und Freunde „sich mittlerweile daran gewöhnen konnten [...] und sich deshalb auch die Notwendigkeit, sie und sich zu schützen verringert hat.“

Anfangs haben ihr Familie und Freunde ihre gesamte Unterstützung zugesagt, und auch die Medien, mit denen sie zusammenarbeitete, haben zu diesen sehr privaten Dingen die Stille bewahrt.

So kommt es, dass die Nachricht zu ihrer Geschlechtsanpassung sich erst im Juli 2017 verbreitet hat. Da ITV4 ein Fernsehsender ist (wo man sein Gesicht natürlich offen zeigt), hätte sie die Tatsache sowieso nicht länger verbergen können und hat sich nun geoutet.

Kommentar: Warum sprechen wir hier über den Angelegenheit Millar/York? Einfach weil wir es im Profisport immer nach wie vor mit vielen Klischees, Vorurteilen, Macho-Denken, Dummheit und auch Gemeinheit zu tun haben, und sich dies ändern muss.

Transgender-Menschen sind heute nicht mehr so selten, dass man nicht darüber reden könnte und sollte – ganz im Gegenteil!

Sogar die Medien bringen häufig die Begriffe durcheinander: Sexuelle Orientierung wird in denselben Topf geworfen wie Gender-Identität – und das darf heute einfach nicht mehr passieren.

Wolfgang / MensGo
Hauptquelle: Cyclingnews.com, 6. Juli 2017.
Erstquelle: lexpress.fr, 7. Juli 2017.

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