Erster CSD in Berlin in der Ära der „Ehe für alle“

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Erster CSD in Berlin in der Ära der „Ehe für alle“

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 27. Juli 2017) Letzten Samstag, am 22. Juli 2017, wurde in Berlin der 39. CSD gefeiert. Er stand natürlich fast vollständig im Geiste des erst vor kurzem von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Gesetzes zur „Ehe für alle“, welches am Vortag (21. Juli 2017) von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ratifiziert worden war.

Hier ein kurzes Video (6 Minuten) mit ein paar der schönsten Eindrücke des CSD:

Leider hat das Wetter in Berlin nicht mitgespielt, aber die vielen Hunderttausend Teilnehmer haben sich den Spaß trotz Regen, heftiger Gewitter und Stürme nicht verderben lassen.

Ganz egal ob auf einem der vielen Wagen, zu Fuß im Umzug oder als Zuschauer am Straßenrand – die sehr bald kommende Ehe für alle wurde ausgiebig gefeiert. Trotzdem hat man auch das Hauptthema dieses Jahres nicht vergessen: Den Kampf gegen die homophoben rechtsextremen Parteien und Bewegungen.

Vor allem war der CSD in Berlin aber wie immer wieder ein großes Fest für alle. Nach einer Feldstudie zum CSD 2016 bezeichnen sich immerhin 42 % der Teilnehmer als heterosexuell und nur 36 & als homosexuell.

Viele Poster und Spruchbänder wiesen auf die äußerst schwierige Lage von LGBT-Menschen in manchen Ländern oder Regionen der Welt hin und verlangten eine stärkere internationale Mobilisierung.

Hier ein Video des CSD Berlin 2017, unterlegt mit Elektro-Musik:

HIer noch ein Video des Umzugs von einem weiteren Punkt aus, aber dieses Mal mit Originalton:

 

CSD Berlin 2018: Bereits in Vorbereitung

[Aktualisierung vom 10. Oktober 2017.] Der CSD Berlin mit Umzug wird zum 40. Mal am Samstag, 28. Juli 2018 stattfinden.

Das Hashtag des CSD 2018 funktioniert bereits: #CSDBerlin40. Aus ursprünglich 30 Vorschlägen für den Slogan wurden 18 Nominierungen und schließlich der Gewinner-Slogan für die 40. Ausgabe des Berliner CSDs ausgewählt:

Mein Körper – meine Identität – mein Leben!

Zunächst scheint dieser Slogan vor allem trans- und intersexuelle Menschen zu betreffen, aber man kann ihn durchaus auch in einem weiteren Sinne auffassen: Für Menschen, die besondere gesundheitliche Bedürfnisse haben (HIV/AIDS, geschlechtsangleichende Operationen usw.) oder die diskriminiert werden (psychiatrische Zwangsbehandlung von Transsexuellen), farbige LGBT-Menschen, Flüchtlinge und andere.

Es lassen sich sogar noch weiter gefasste Bedeutungen unterbringen: Die sexuellen Beziehungen von LGBTQI-Menschen (Partnerwahl), soziale Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe, Aussehen, Gender-Identität, Familie, Wohnort, Haushaltsmitglieder usw. Ein guter und sehr umfassender Slogan also.

Slogan und Poster zum CSD Berlin 2018

CSD Berlin 2018: Auf den Punkt gebracht! © csd-berlin.de

Auch nach der Einführung der Ehe für Alle in Deutschland macht dieser Slogan deutlich, dass noch nicht alle Probleme für Schwule, Lesben, Bi-, Trans- und Intersexuelle gelöst sind. Es gibt nach wie vor Homophobie, häufig einhergehend mit Gewalt und Diskriminierung, eine nach wie vor heteronormative Gesellschaft und mangelnde Inklusion.

Der Slogan in schwarzer Schrift auf kräftig pink-farbenem Hintergrund und mit geballter Faust – klar, aussagekräftig und energisch.

Wolfgang / MensGo

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