Grindr startet sein neues Online-Magazin „Into“

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Grindr startet sein neues Online-Magazin „Into“

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 25. August 2017) Grindr ist jetzt nicht mehr nur eine Dating-App für schwule und bisexuelle Männer. Seit dem 15. August 2017 gibt Grindr auch ein Webzine namens „Into“ heraus. Hier die Details.

Grindr wurde 2009 gegründet und ist seit 2016 mehrheitlich in chinesischem Besitz. Mit über 10 Millionen Nutzern (davon etwa die Hälfte jeden Monat aktiv) in 192 Ländern ist Grindr das führende Dating-Netzwerk für Männer.

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Das Banner von Into: Minimalistisch und funktional. © intomore.com

Das doppelte Ziel von Grindr

Nachdem sich Grindr bereits in die Veranstaltungsszene (Slumbr) und die Vermarktung von Emojis (Gaymoji) diversifiziert hatte, versucht Grindr aus seiner Marke und Bekanntheit weiteren Nutzen zu ziehen und gründete das Online-Magazin Into. Nach ersten Versuchen auf der eigenen Webseite will Grindr das Magazin nun über eine eigene Webseite (intomore.com) und eigene Inhalte weiter ausbauen.

Über Werbeeinnahmen möchte sich das neue Magazin selbstständig finanzieren. Dazu will man auch Werbepartner gewinnen, für die Grindr selbst nicht die richtige Plattform darstellt, weil es sexuell zu freizügig ist. Deshalb auch der sehr neutrale Titel „Into“ anstatt z. B. „Grindr Magazine“.

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Into: Layout besonders für mobile Geräte geeignet. © intomore.com

Schon in wenigen Monaten will Into Anzeigen von einem Dutzend großer amerikanischer Marken platzieren. Bereits jetzt gehören Truvada (Antiretrovirale Medikation) und Halo Top (Eiscreme) dazu.

Dazu will Grindr verschiedene Anzeigenformate bieten: Banner, klassische Anzeigen, Videos (pre-roll ads) usw.

Millenials als Zielgruppe…

Man kann die Diversifizierung leicht an der Herausgeberpolitik des neuen Cyber-Magazins festmachen. Into konzentriert sich auf Lifestyle-Themen, insbesondere Reisen, Freizeit, Nachtleben, Gesundheit, Mode, Kultur (Musik, TV-Serien und andere) sowie Information, Artikel und Videos.

Die Zielgruppe ist vor allem die Millenium-Generation, also Leute, die heute zwischen etwa 15 und 40 Jahre alt sind.

Das ist kein Zufall, denn in den USA sind 64 % der Grindr-Nutzer unter 34.

… und gegen das Out Magazine

Into wird also bei den jüngeren Leuten gut ankommen und wohl viele Leser von The Advocate und Out Magazine abwerben.

Trotz des semantischen Gegensatzes haben Into und Out haben neben ihrer Thematik und ihrem Bekanntheitsgrad noch andere Gemeinsamkeiten. Der Chefredakteur von Into ist Zach Stafford, ein investigativer Journalist, der früher für Out Magazine und als Leitartikelschreiber für den Guardian gearbeitet hat. Etwa ein halbes Dutzend der anderen Mitarbeiter von Into sind angesehene Journalisten und Fotografen. Dazu kommen noch eine ganze Menge freier Journalisten und Mitarbeiter.

Schon bald wird Into als ein Reiter („Tab“) in Grindr integriert werden. Die Webseite bleibt in ihrer jetzigen Form erhalten, um auch außerhalb der App Anzeigenkunden zu binden.

Herzlich willkommen an unser neues Familienmitglied – trotz seiner offensichtlich kommerziellen Ausrichtung.

Wolfgang / MensGo
Hauptquelle: Digiday, 16. August 2017.
Erstquelle: Lefigaro.fr, 17. August 2017.

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