Pierre Bergé (1930-2017)

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Pierre Bergé (1930-2017)

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 10. September 2017) Pierre Bergé, der langjährige Partner von Yves Saint Laurent, ist am 8. September 2017 im Alter von 86 Jahren nach langer Krankheit verstorben. Zusammen mit Saint Laurent hatte sich Bergé viele Jahre für die Belange der LGBT-Gemeinde in Frankreich und auch international eingesetzt. Unter anderem hat er auch die französische Interessengruppe Sidaction (Aufklärung zu HIV/AIDS) und das Magazin Têtu gegründet.

Bergé hat zusammen mit Yves Saint Laurent das große Mode-Imperium aufgebaut. Saint Laurent war die kreative Kraft, und Bergé der Geschäftsmann. Erst kurz vor dem Tod von Yves Saint Laurent haben sich die beiden im Jahr 2008 verpartnert.

Pierre Bergé

Pierre Bergé mochte Männer, schöne Kleidung, aber auch Kunst und Literatur. © pba-auctions.com

Am 31. März 2017 hat Pierre Bergé nach einigen Jahren Partnerschaft Madison Cox geheiratet, den Vorsitzenden der Stiftung Pierre Bergé – Yves Saint Laurent.

Pierre Bergé und seine Rolle im Kampf gegen AIDS

Ab 1985 hat Bergé mehrere Organisationen ins Leben gerufen, die sich dem Kampf gegen HIV/AIDS sowie der wissenschaftlichen Forschung auf diesem Gebiet verschrieben haben. Unter anderem dem Verein Sidaction hat er einen beträchtlichen Teil seines Vermögens zur Verfügung gestellt.

Pierre Bergé und Line Renaud für Sidaction

Pierre Bergé mit der Schauspielerin und Sängerin Line Renaud © sidaction.org (Screenshot)

Bergé, der Intellektuelle

Bergé war nicht nur sehr interessiert an Mode, sondern auch an Kunst, Theater, Oper, Literatur und Medien. Einen guten Teil seines Vermögens investierte er auch stets in seine kulturellen Interessen.

1995 hatte er das Hochglanz-Schwulenmagazin Têtu gegründet, das er nach vielen verlustreichen Jahren dann 2013 dann verkaufte.

Außerdem war er Mitbegründer und Miteigentürmer des Fernsehsenders Pink TV, bevor dieser sich auf schwule Pornos spezialisierte.

Leider war Bergé auch für einige mediale Fehltritte bekannt – oder eher berüchtigt. Er zog immer wieder unpassende Vergleiche und beschimpfte Journalisten, Kritiker und Schriftsteller, wenn ihm deren Werke nicht passten.

Wolfgang / MensGo

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