Welt-AIDS-Tag 2017: Weiterhin Besorgnis

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Welt-AIDS-Tag 2017: Weiterhin Besorgnis

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 6. Dezember 2017) Wie jedes Jahr seit 1988 wurde am letzten Freitag, den 1. Dezember, wieder der Welt-AIDS-Tag begangen. Neben vielen eher positiven Kommentaren in den Medien zum Thema gibt es durchaus auch Grund zur Besorgnis.

HIV-Poster 2017

Entgegen landläufiger Auffassung ist HIV nicht rückläufig. © who.int

Nicht gerade besorgniserregend, aber doch überraschend: Google hat den Anlass dieses Jahr ohne besondere Aktionen begangen, und das obwohl man bei Google gerne mal die Startseite der bekannten Suchmaschine, oder auch das Gebäude des Firmensitzes, für bestimmte Anlässe speziell gestaltet.

Mehr Grund zur Beunruhigung ist die Tatsache, dass die weltweite Epidemie eigentlich nicht rückläufig ist. Nach den letzten Zahlen aus dem Jahr 2016 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab es innerhalb eines Jahres 1,8 Millionen neue HIV-Infektionen weltweit.

Ein dritter Grund für Sorge hat damit zu tun, wie HIV/AIDS heute wahrgenommen wird – in der Bevölkerung ganz allgemein, aber vor allem durch die Jugend. Eine im Auftrag der französischen Interessengruppe AIDES durchgeführte Umfrage hierzu gilt natürlich im Prinzip zuerst einmal für Frankreich bzw. die französische Bevölkerung. Ihre Ergebnisse sind aber höchstwahrscheinlich ganz gut auf die anderen Länder West- und Mitteleuropas zu übertragen.

WHO-Poster, HIV/AIDS 2017

Prävention, Erkennung, Schutz: Wichtiger als jemals zuvor. © who.int

Die Umfrage zeigt vor allem das Unbehagen der Menschen im Umgang mit HIV-positiven Menschen: 10 % der Befragten möchten mit HIV-Positiven nicht in dieselbe Arztpraxis gehen, 16 % keine Positiven im Kollegenkreis haben und 21 % wollen nicht, dass Positive für die Erziehung bzw. Bildung ihrer Kinder zuständig sind. Überraschenderweise sind in der Altersgruppe von 18 bis 24 die entsprechenden Zahlen 15 %, 30 % bzw. 33 %! Offensichtlich sind gerade jüngere Menschen schlechter über HIV/AIDS informiert, und die Vorurteile über HIV, AIDS und positive Menschen sind langlebig.
(Die Umfrage wurde im Oktober 2017 mit einer repräsentativen Stichprobe von 1000 Personen durchgeführt.)

Wolfgang / MensGo

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