Großer Preis der Jury beim Sundance-Filmfestival für The Miseducation of Cameron Post

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Großer Preis der Jury beim Sundance-Filmfestival für The Miseducation of Cameron Post

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 3. Februar 2018) Der Spielfilm The Miseducation of Cameron Post hat am 28. Januar 2018 den Großen Preis in der Kategorie Drama beim Sundance-Filmfestival (in Utah, USA) gewonnen. Unter der Regie der bisexuellen Regisseurin Desiree Akhavan (Drehbuch zusammen mit Cecilia Frugiuele) entstand der Film nach einem Jugendbuch von Emily M. Danforth, einer lesbischen amerikanischen Schriftstellerin aus Montana, wo sich auch die Handlung des Films abspielt.

The Miseducation of Cameron Post

Lager zur heterosexuellen „Umerziehung“ – ja, tatsächlich. © Sundance.org

Der Inhalt des Films im Überblick

The Miseducation of Cameron Post erzählt die Geschichte einer College-Studentin, Cameron Post (Chloë Grace Moretz), deren Homosexualität ausgerechnet am Abend des Prom-Balls bekannt wird. Das passt natürlich nicht ins Weltbild der Menschen in der dortigen Kleinstadt. Flugs steckt die erziehungsberechtigte und erzkonservative Tante Ruth Post (Kerry Butler) ihre Nichte in eine Art „Konzentrationslager“ zur Umerziehung. Dort soll sie die christlichen Werte erlernen, damit sie wieder „normal“ wird.

Das Leben dort ist für Cameron die Hölle, psychische Folter ist an der Tagesordnung. Andererseits entdeckt sie ausgerechnet dort ein ganzes Universum von anderen Lesben, das sie bereichert und ihre Homosexualität nur noch festigt.

The Miseducation of Cameron Post (Buch)

Nach dem erfolgreichen Jugendroman von Emily M. Danforth von 2012…

Die Gründe für den Großen Preis

The Miseducation of Cameron Post ist zu gleichen Teilen ein Film über das Erwachsenwerden, ein Film für Erwachsene und ein Film gegen sogenannte Umerziehungstherapien. Da der Film von einer lesbischen Regisseurin gedreht wurde, ist er überaus authentisch geworden, wobei der Ort der Handlung, Montana, eine sehr große Rolle spielt. Dieser Staat hat sehr viele bekannte Schriftsteller hervorgebracht, darunter eben auch Emily M. Danforth (oder emily m. danforth, nach offizieller Schreibung der Autorin), deren erstes Werk dieser Jugendroman 2012 war.

Da es vom Film derzeit noch keinen Trailer gibt, hier die Werbung zum Buch The Miseducation of Cameron Post:

Ein weiterer Grund für den Erfolg des Films ist sicher auch die überzeugende Leistung der Schauspieler. Zwei der vier Brüder von Chloë Grace Moretz sind schwul, so dass sie selbst für die Rechte von LGBTI-Menschen kämpft.
Die junge Schauspielerin (bald 21) und ihre vier Brüder wurden selbst in einer sehr christlichen Familie erzogen.

Während der Vorbereitung auf ihre Rolle als Cameron Post hat Chloë Grace Moretz Schwule und Lesben getroffen, die sich Therapien zur „Heilung“ ihrer Homosexualität unterziehen mussten. Bei ihrer Rede zur Verleihung des besten Films beim Sundance-Festival hat sie deshalb die Auszeichnung allen Überlebenden solcher Umerziehungs-Therapien gewidmet. Hier das Video:

Zu den Hintergründen und Entstehung des Films hier noch ein Glaad-Interview vom 23. Januar 2018, also 5 Tage vor der Preisverleihung:

Übrigens schafft es Desiree Akhavan in ihrem Werk, überaus dramatische Szenen mit mehr oder weniger leichtem Humor abzuwechseln – eine Mischung, die auch schon Shakespeare zu seiner Zeit meisterlich umsetzte.

Da wir bisher weder den Film gesehen noch das Buch gelesen haben, hier ein Artikel aus dem Magazin Variety, der den Film als etwas flach und vereinfachend einstuft.

Wolfgang / MensGo

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