Washington und Kalifornien besonders beliebt bei Homo-Ehepaaren

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Washington und Kalifornien besonders beliebt bei Homo-Ehepaaren

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 15. März 2018) Nach einer am 28. Februar 2018 veröffentlichte Studie der amerikanischen Interessengruppe Tax Policy Center sind Homo-Ehepaare im Durchschnitt jünger, besser gestellt, städtischer und kinderärmer als Hetero-Ehepaare. Im Jahr 2015 machten die 250.450 gleichgeschlechtlichen Ehepaare, zumindest laut Steuerstatistik, jedoch nur 0,48 % aller verheirateten Paare in den Vereinigten Staaten aus. Der Anteil schwuler oder lesbischer Ehepaare ist in der Bundeshauptstadt Washington DC viermal höher als in den anderen US-Bundesstaaten. Laut der offiziellen Steuerstatistiken steht Kalifornien an der Spitze der Staaten mit dem höchsten Prozentsatz an verheirateten Homo-Paaren.

Zur Illustration des Themas, und besonders für unsere lesbischen Leserinnen, der Song California Girls von den Beach Boys, mit dem Songtext:

Die Studie des Tax Policy Center berücksichtigt nur Steuererklärungen für die Jahre 2013 bis 2015 und beruht auf Schätzungen. Außerdem wurden die Zahlen angepasst, um Einflüsse verschiedener Art zu korrigieren.

Da in den Vereinigten Staaten alle Ehepaare steuerlich gleich behandelt werden, kann man aufgrund der Einkommenssteuererklärungen die wichtigsten LGBT-Regionen mehr oder weniger genau lokalisieren. Fast alle Ehepaare, ganz gleich ob homo- oder heterosexuell, entschieden sich im Jahr 2015 für eine gemeinsame Steuererklärung beider Ehegatten.
Die Zahl der gemeinsam durch Ehepaare abgegebenen Steuererklärungen hat sich mit der zunehmenden Verbreitung der Homo-Ehe in den Vereinigten Staaten zwischen 2013 und 2015 fast verdoppelt. Im Jahr 2015 entsprachen die 250.450 verheirateten Homo-Paare 0,48 % aller verheirateten Paare. In Massachusetts wurde die Homo-Ehe bereits im Jahr 2004 legalisiert, und erst im Juni 2015 dann im ganzen Land.

Hier der 2010 von Katy Perry und Snoop „Doggy“ Dogg neu interpretierte Titel Kalifornische Mädchen (mit deutschen Untertiteln):

Wo leben die LGBT-Bevölkerungsgruppen vor allem? Bei der Analyse der Einkommenssteuererklärungen von Ehepaaren stellte das Tax Policy Center einen klaren Trend zu teureren Gegenden fest – also in Küstennähe oder stark urbanisierten Gebieten. Die Quote der verheirateten homosexuellen Paare (mit vorangestellter absoluter Zahl) im Verhältnis zu allen verheirateten Paaren ergibt die nachstehende Rangfolge:

  1. Washington, DC, 2.252 Homo-Ehepaare (4,17 %)
  2. Massachusetts, 11.265 (0,99 %)
  3. Vermont, 1.184 (0,99 %)
  4. Washington, 11.159 (0,85 %)
  5. Delaware, 1.303 (0,85 %)
  6. Kalifornien, 47.819 (0,80 %)
  7. Maine, 1.816 (0,74 %)
  8. Oregon, 5.126 (0,72 %)
  9. New Mexico, 2.141 (0,71 %)
  10. New York, 19.657 (0,68 %)

Passend zum Thema, hier der Song „La Californie“ von Julien Clerc, ebenfalls mit Untertiteln:

Und hier noch die Nachzügler:

  1. Mississippi, 601 (0,15 %)
  2. South Dakota, 226 (0,14 %)
  3. North Dakota, 180 (0,13 %)

Die vom Tax Policy Center veröffentlichten Zahlen beziehen sich auf Ballungsräume und nicht nur auf die Städte selbst. Eindeutig dominieren die beiden Küstenregionen (West- und Ostküste), also im wesentlichen Kalifornien und Neuengland.

Hier also die Liste der amerikanischen Ballungsräume mit den höchsten Anteilen an verheirateten homosexuellen Paaren (Ballungsraum, Staat, Anzahl und Prozentsatz der Homo-Paare):

  1. San Francisco (Kalifornien), 13.220 Homo-Ehepaare (1,52 %)
  2. Santa Rosa (Kalifornien), 1.416 (1,25 %)
  3. Seattle (Washington), 9.281 (1,09 %)
  4. Boston (Massachusetts), 9.458 (1,04 %)
  5. Portland (Oregon), 4.006 (0,97 %)
  6. Miami (Florida), 5.131 (0,92 %)
  7. Albuquerque (New Mexico), 1.248 (0,90 %)
  8. San Diego (Kalifornien), 4.845 (0,88 %)
  9. New York City (New York), 13.892 (0,84 %)
  10. Portland (Maine), 1.111 (0,83 %)

Die meisten verheirateten schwulen oder lesbischen Paare leben in New York und San Francisco, und zwar in SF doppelt so viele wie in NY.

Jenny Durkan, die neue Bürgermeisterin von Seattle, lebt offen mit ihrer Partnerin und den beiden Kindern zusammen. Der frühere Bürgermeister Ed Murray ist ebenfalls schwul. Wahrscheinlich ist dies der erste Fall, wo eine amerikanische Großstadt zwei aufeinanderfolgende LGBT-Bürgermeister hat…

Mehrere Städte an der Spitze der Bewertung, insbesondere Santa Rosa und Albuquerque, sind bekannt für ihren hohen Anteil an schwulenfreundlichen Altersheimen.

Die Plätze am unteren Ende der Rangliste sind wie folgt:

  1. Youngstown (Ohio), 194 Homo-Ehepaare (0,15 %)
  2. Brownsville (Texas), 209 (0,14 %)
  3. Provo (Utah), 151 (0,13 %)

Tatsächlich steht keine Stadt bzw. kein Staat im Süden oder Mittleren Westen ganz oben auf der Liste.

Es wird interessant sein zu sehen, ob und wie sich diese Statistiken im Laufe der Zeit verändern werden.

Wolfgang / MensGo

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