Adoption durch gleichgeschlechtliche Eltern jetzt in ganz Australien erlaubt

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...

Adoption durch gleichgeschlechtliche Eltern jetzt in ganz Australien erlaubt

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 21. März 2018) Am 13. März 2018 hat das Northern Territory in Australien eine Gesetzesänderung zum Adoptionsrecht in Kraft gesetzt, nach der gleichgeschlechtliche Paare jetzt ohne Einschränkungen Kinder adoptieren dürfen. Zuvor mussten adoptionswillige Homo-Paare vor der Adoption mindestens zwei Jahren verheiratet sein. Das neue Gesetz, das 2017 im Parlament eingeführt und von allen politischen Parteien unterstützt wurde, erlaubt schwulen und lesbischen Paaren die Adoption in allen australischen Bundesstaaten und Territorien. Das Northern Territory war Australiens letztes Gebiet, das LGBT-Paaren die Adoption von Kindern noch verbot.

Schwules Paar mit Kind

Zwei Männer und ein Baby… © coffeeein/123RF

Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare jetzt auch im Northern Territory

Gleichgeschlechtliche Paare durften in ganz Australien bereits vorher Pflegekinder aufnehmen. Jetzt können schwule und lesbische Paare Kinder in ganz Australien und unabhängig von ihrem Familienstand Kinder adoptieren.

Die Behörden haben eingesehen, dass das Wohl eines Kindes nicht von irgendeinem administrativen Status abhängt, sondern vielmehr davon, ob es in einem stabilen, liebevollen und sicheren Elternhaus aufwächst.

Kampf gegen weitere homophobe Diskriminierung

Sowohl im Northern Territory als auch im restlichen Australien gibt es nach wie vor verschiedene Formen der Diskriminierung zu beseitigen, wie zum Beispiel Einträge im Strafregister von Schwulen aufgrund ihrer Homosexualität. LGBT-Verbände fordern, diese Verurteilungen aus dem Strafregister zu streichen und die betreffenden Personen zu entschädigen, wenn auch auf symbolische Weise.

Premierminister Malcolm Turnbull weigert sich bisher, ein Verbot von Konversionstherapien zu erlassen – mit der Begründung, dies sei die Aufgabe der australischen Staaten und Territorien. Trotz der Legalisierung der Homo-Ehe in Australien im Dezember 2017 gibt es immer noch Schulen, Apotheken und „Psychotherapeuten“, die aus religiösen oder sonstigen Gründen solche Konversionstherapien praktizieren oder anregen.

Selbst die nationale Initiative für psychische Gesundheit, zu dessen Aufgaben auch die Selbstmordprävention und die Bekämpfung von Diskriminierung gehören, schweigt zu diesen Konversionstherapien.

Der Staat Victoria fordert derzeit vergeblich ein Bundesgesetz oder eine proaktive nationale Politik zur Bekämpfung dieser so genannten „Therapien“. Martin Foley, Victorias Minister für psychische Gesundheit, kritisiert, dass Malcolm Turnbull sich lieber mit der amerikanischen Sängerin Cher beim CSD in Sydney zu treffen, anstatt wichtige Entscheidungen zur öffentlichen Gesundheit zu treffen.

Bis zum Inkrafttreten des erwarteten Bundesgesetzes hat Victoria den Gesundheitsbehörden Ermittlungs- und Strafbefugnisse für alle natürlichen oder juristischen Personen übertragen, die Homosexualität als Krankheit behandeln.

Wolfgang / MensGo

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg