Homo-Ehe in Frankreich: Mittlerweile alltäglich

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Homo-Ehe in Frankreich: Mittlerweile alltäglich

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 24. April 2018) Am 23. April 2013 wurde in Frankreich die Homo-Ehe legalisiert, und schon am 29. Mai 2013 gab es mit Vincent Autin und Bruno Boileau das erste schwule Ehepaar. Fünf Jahre später ist die Homo-Ehe laut Am 23. April 2013 wurde in Frankreich die Homo-Ehe legalisiert, und schon am 29. Mai 2013 gab es mit Vincent Autin und Bruno Boileau das erste schwule Ehepaar. Fünf Jahre später ist die Homo-Ehe laut offizieller Statistiken für die Franzosen nichts Besonderes mehr.

Im Jahr 2017 stellten die 7.000 gleichgeschlechtlichen Hochzeitspaare in Frankreich etwa 3,07 % aller neu geschlossenen Ehen dar. In den fünf Jahren seit der Legalisierung haben 39.753 schwule und lesbische Paare geheiratet, was 3,38 % aller Ehen entspricht.

Ehen zwischen Lesben machten im Jahr 2013 etwa 42 % aus, und „der Anteil der Ehen zwischen zwei Frauen hat seither weiter zugenommen“, betonte das französische Statistikamt (INSEE) Ende Februar 2018, ohne jedoch einen genauen Prozentsatz für das Jahr 2017 anzugeben.

Das Durchschnittsalter der gleichgeschlechtlichen Frischvermählten lag 2017 höher als bei den Heterosexuellen: 44 Jahre für schwule und 39,1 Jahre für lesbische Ehepaare, verglichen mit 38,1 (Männer) bzw. 35,6 Jahren (Frauen) bei den Heteros. Das Statistikamt gibt hierfür keine Erklärung ab.

Die Statistiken der eingetragenen Partnerschaften (PACS) sind für das Jahr 2017 noch nicht bekannt, sie lagen historisch aber immer etwas unter den Eheschließungen. Mit der Einführung der Homo-Ehe und dem starken Anstieg der gleichgeschlechtlichen Eheschließungen sind die Zahlen der eigetragenen Partnerschaften noch weiter zurückgegangen.

Tabelle zur Homo-Ehe

Geringer, aber recht konstanten Anteil gleichgeschlechtlicher Eheschließungen und Partnerschaften. © Insee

Man kann also sagen, dass die Homo-Ehe sich nach 5 Jahren durchaus etabliert hat, aber die eingetragenen Partnerschaften als alternative Form der Partnerschaft noch gleichberechtigt daneben stehen.

Die offiziellen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften liegen also etwa zwischen 3 und 4 % – allerdings kann man für die inoffiziellen Paare keine Zahlen angeben. Je nach persönlicher Situation, Wohnort usw. leben viele Schwule und Lesben mit ihrem Partner immer noch in einer versteckten Beziehung.

Das zeigt sich auch daran, dass sich die meisten offiziellen Ehen und Partnerschaften in den großen Ballungsräumen zeigen. In den ländlichen Räumen und Übersee-Departements sind die Zahlen deutlich geringer.

Das Statistikamt veröffentlich derzeit noch keine Zahlen zu Scheidungen von Homo-Ehen und Adoptionen durch gleichgeschlechtliche Paare.

Jedenfalls kann man sagen, dass keine Politiker mehr offen gegen die Homo-Ehe wettern – wohl auch weil 62 % der Franzosen die Situation anerkennen und keine Streichung der Homo-Ehe mehr wollen.

Dafür gibt es immer noch genügend Homophobe, die lesbischen Paaren keinen Zugang zu künstlicher Befruchtung erlauben wollen.

Wolfgang / MensGo

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