Der 17. Mai 2018 – Gleiche Rechte für LGBT auf der ganzen Welt

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Der 17. Mai 2018 – Gleiche Rechte für LGBT auf der ganzen Welt

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 7. Mai 2018) Am 17. Mai ist wieder der internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie. Das Hauptaugenmerk der kanadischen Organisatoren (Fondation Émergence) richtet sich dieses Jahr vor allem auf all die schwulen, lesbischen, bi- und transsexuellen Menschen, die aufgrund von Gewalt oder Drohungen aus ihrem Heimatland fliehen mussten, weil sie anders sind. Neben der Intoleranz geht es aber auch um die Unwissenheit in den sogenannten „sicheren“ Ländern sowie um die Gefahren für LGBT-Menschen oder Leute, die sich für LGBT-Rechte engagieren.

Poster der Fondation Émergence

LGBT-Flüchtlinge aus allen Ländern: Seid willkommen und verliert die Hoffnung nicht! © homophobie-org

Die drei Gesichter, die Émergence für seine Kampagne 2018 ausgewählt hat, sind noch recht jung: Die Transsexuelle Mona und die zwei schwulen Männer Justin und Ramy. Alle drei wurden nach Beleidigungen, Mobbing, Belästigungen, Drohungen, verbaler oder körperlicher Gewalt aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität ins Exil gezwungen – einfach weil diese nicht in das Schema ihrer Heimatländer passte. Sie leben jetzt in Kanada, weit weg von ihren Freunden und Feinden, also in Sicherheit, aber auch ohne die Unterstützung ihrer Familien, die sie sowieso abgelehnt hatten.

In Kanada fanden LGBT-Flüchtlinge ein offenes und LGBT-freundliches Land, das viel einladender und multikultureller ist als ihr Herkunftsland. Andererseits weiß die Bevölkerung dort sehr wenig über die Situation der LGBT-Rechte in anderen Teilen der Welt, so die Ergebnisse einer jährlichen Umfrage von Léger Marketing für die Fondation Émergence (FR | EN).

Trans-Poster, italienisch

In Italien gibt es bisher nur die eingetragene Partnerschaft, aber noch keine Homo- Ehen – und vor allem viel LGBTphobie. © homophobie.org

Ein Fünftel der Kanadier außerhalb von Quebec (20 %) und sogar ein Drittel der Quebecer (32 %) bzw. ein Viertel der Befragten (23 %) halten die Situation der LGBT-Menschen in der Welt für gut oder sehr gut. Umgekehrt halten nur 26 % der Kanadier (darunter 21 % der Quebecer) die Situation der LGBT-Leute für schlecht.

Eine Mehrheit der Befragten glaubt, dass in den letzten fünf Jahren Verbesserungen für homosexuelle (67 %) und transsexuelle Menschen (52 %) zu verzeichnen waren. Obwohl die Ergebnisse älter sind, relativiert die jüngste Meta-Analyse des Williams Institute (UCLA) den Optimismus der Kanadier.

In 72 von 193 UN-Mitgliedsländern ist Homosexualität noch immer ein Verbrechen oder ein Vergehen. 59 % der Kanadier glauben jedoch, dass dies in weniger als 51 Ländern der Fall ist. 54 % der Kanadier glauben außerdem, dass die Provinz- und Bundesregierungen eine proaktivere Haltung im Kampf gegen Homophobie und Transphobie in der Welt einnehmen sollten.

Poster auf Japanisch

Wie heißt Homophobie auf Japanisch? © homophobie.org

Zur Verbreitung der Kampagne zum 17. Mai der Fondation Émergence können digitale Plakate in rund zwanzig Sprachen heruntergeladen werden.

Methodik der Studie: Zufällig ausgewählte Stichprobe von 1.546 Kanadiern ab 18 Jahren. Ergebnisse nach mehreren soziodemografischen Kriterien gewichtet. Online-Fragebogen in englischer oder französischer Sprache, je nach Befragten.

Wolfgang / MensGo

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