Fußballfans kommen zum Gay Pride (CSD) in Mexico 2018

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Fußballfans kommen zum Gay Pride (CSD) in Mexico 2018

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 27. Juni 2018) Bei der Parade des Gay Pride de Mexico, die am 23. Juni 2018 stattfand, gab es einige überraschende Teilnehmer: Fußballfans kamen, um den Sieg der „El Tri“ genannten Fußballnationalmannschaft auf dem Platz des Unabhängigkeitsengels (El Ángel de la Independencia) zu feiern. Diese Mischung aus Gay Pride und Fußball ist umso erstaunlicher, als die Fifa Mexiko gerade eine Geldstrafe für homophobe Lieder während des Spiels Deutschland-Mexiko.

Vier Mal Homophobie und Fußball in Mexiko in letzter Zeit

  • 17. Juni 2018: Der deutsche Torhüter Manuel Neuer wird von Tausenden mexikanischer Fans im Loujniki-Stadion in Moskau als Puto (Stricher) bezeichnet.
  • 20. Juni 2018: Die Fifa verhängt für die homophoben Lieder vom 17. Juni eine Geldstrafe von 10.000 Dollar gegen den mexikanischen Fußballbund. Dies ist etwa die zehnte Geldstrafe für Mexiko seit 2014 wegen ähnlicher Handlungen.
  • 23. Juni 2018: Mexiko schlägt Südkorea (1-2) und macht einen großen Schritt in Richtung Qualifikation für das Achtelfinale. Kein homophobes Lied beschmutzt dieses Match.
  • 23. Juni 2018: Gay Pride Day in Mexico – Beginn um 12 Uhr am Platz des Unabhängigkeitsengels. Etwa zur gleichen Zeit schlug Mexiko Südkorea und die Anhänger trafen sich sofort auf demselben Platz. Mexikanische Fahnen und Regenbogenfahnen werden bei dieser überraschenden gemeinsamen Feier geschwenkt.

Hier ein Blick auf den Puto-Schrei der mexikanischen Fans gegen Manuel Neuer:

Zwischen den Maschen des Netzes

Die Sanktionen gegen Homophobie im Fußball werden keine abschreckende Wirkung haben, solange sie mit einer zu milden Mindeststrafe beginnen. Eine Geldstrafe von 10.000 Dollar gegen ein so großes Land wie Mexiko ist nicht besonders abschreckend. Da sollten schon andere Strafen ins Spiel kommen.

Mit einer solch geringen Geldbuße gibt sich die Fifa lediglich den Anschein, gegen Homophobie vorzugehen. Ein solch lächerlicher Betrag beweist, dass die Fifa Homophobie nicht als eine Geißel betrachtet, die schnell und gründlich aus den Stadien ausgerottet werden muss.

Wolfgang / MensGo

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