Attitude Magazine wählt Stylist Edward Enninful zum Mann des Jahres 2018

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Attitude Magazine wählt Stylist Edward Enninful zum Mann des Jahres 2018

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 19. Oktober 2018) Das britische Schwulenmagazin Attitude hat in seiner Ausgabe vom November 2018 die siebten jährlichen Attitude Awards veröffentlicht. Darin wurde der britische Stylist Edward Enninful, Chefredakteur der britischen Ausgabe der Vogue, zum „Mann des Jahres 2018“ gewählt. Für die Preise gibt es 13 Kategorien, und Attitude hat sich entschieden, vier Gewinner auf jeweils einem Viertel der Auflage abzulichten. Auf unserem Exemplar ist auf dem Titel der amerikanische Eisläufer Adam Rippon abgebildet: Er hat in Pyöngjang Bronze gewonnen und wurde von Attitude mit dem Gewinn in der Kategorie Sport bedacht.. Auf den anderen Versionen der Novemberausgabe sieht man Singer-Songwriterin Jess Glynne, Singer-Songwriter Boy George (gemeinsam ausgezeichnet mit Culture Club) und der Schauspieler George Takei.

Adam Rippon

Adam Rippon auf dem Titel einer der vier Versionen. © attitude.co.uk

Edward Enninful, Man of the Year

Edward Enninful, 46, nutzt sein Talent als Stylist seit fast dreißig Jahren in verschiedenen Modepublikationen. Nach einer kurzen Karriere als Model drückte er seine Kreativität in der italienischen, amerikanischen und britischen Ausgabe der Vogue aus.

Edward Enninful, geboren in Ghana und Sohn einer Schneiderin, setzt sich seit jeher für die Vielfalt bei Models ein, also mit unterschiedlichen Hautfarben und sonstigen Charakteristiken. Davon hat er auch selbst profitiert, zuvor als Model und seit 2017 als Leiter der Vogue UK, deren erster offen schwuler Chefredakteur er ist.

Attitude Magazine

Viele (zu viele?) Gewinner. © attitude.co.uk

Viele Gewinner

Das Attitude-Ranking 2018 kümmert sich nicht um die sexuelle Orientierung der Gewinner: Ob schwul, lesbisch, trans, queer oder einfach nur hetero, den Ausschlag für die Nominierung gab nur die Popularität bei der LGBT-Community.

Die Musikwelt ist immerhin durch fünf Gewinner repräsentiert, dank unterschiedlich betitelter Auszeichnungen:

  • Legend: Ricky Martin
  • Music Icons: Boy George & Culture Club
  • Honorary Gays: Little Mix
  • Hero: Courtney Act
  • Music: Jess Glynne

Ansonsten gab es noch die folgenden Preise:

  • Man of the year: Edward Enninful
  • Sport: Adam Rippon
  • Icon: George Takei
  • Culture: Tituss Burgess
  • Comedy: Julian Clary
  • Style: DSquared
  • Inspiration: Judy & Dennis Shepard

Als ironisches Augenzwinkern steht die russische Fußballnationalmannschaft auf der Attitude-Liste und gewinnt den „(Accedental) Allied Award“ – also gewissermaßen versehentlich. Das russische Team finanzierte die LGBT-Aktion mit 170.000 GBP (194.000 EUR), also 10.000 GBP für jedes der 11 erzielten Tore, 20.000 GBP für jedes der beiden gewonnenen Spiele und 20.000 GBP für die Qualifikation zum Achtelfinale.

Diese Finanzierung lief natürlich indirekt und völlig unfreiwillig ab, nachdem in Russland Schwule und Lesben als völlig unnütz angesehen werden und keine Unterstützung erhalten. Tatsächlich kam die Idee vom irischen Buchmacher Paddy Power, der versprach, 10.000 Pfund für jedes russische Tor (plus die oben aufgeführten Boni) an Unternehmen zu spenden, die sich dafür einsetzen, den Fußball LGBT-freundlicher zu machen. Und so erhielt Attitude Magazine Foundation ihre erste große Spende.

Bemerkenswert ist auch die sehr sichtbare Unterstützung der Attitude Awards durch zwei britische Unternehmensgruppen, Virgin und Jaguar.

Wolfgang / MensGo

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