Wim Kok (80) starb siebzehn Jahre nach der Legalisierung der Homo-Ehe in den Niederlanden

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Wim Kok (80) starb siebzehn Jahre nach der Legalisierung der Homo-Ehe in den Niederlanden

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 25. Oktober 2018) Der ehemalige niederländische Ministerpräsident Wim Kok starb am 22. Oktober 2018 im Alter von 80 Jahren nach langer Krankheit an einem Herzstillstand. Er war der erste Staats- oder Regierungschef der Welt, der die Homo-Ehe in seinem Land legalisiert hat, und zwar mit einem Gesetz vom 21. Dezember 2000, das dann am 1. April 2001 in den Niederlanden in Kraft trat. Im folgenden Jahr und zum ersten Mal weltweit ratifizierte er die Legalisierung der Euthanasie. Und während seiner zweiten sozialistisch-liberalen Koalitionsregierung trat am 1. Januar 1998 die „eingetragene Partnerschaft“ in Kraft.

Hier ein sehr kurzer Bericht von Euronews auf Englisch über den Tod von Wim Kok:

Willem Kok, ein ehemaliger Gewerkschaftsführer und Anhänger des von ihm als politisches Gebot festgelegten Konsenses, war von 1994 bis zu seinem Rücktritt 2002 Premierminister von zwei aufeinanderfolgenden Regierungen.

1994, vor der Amtseinführung von Wim Kok, hatte die eingetragene Partnerschaft bereits ihren inoffiziellen Auftritt in den Standesämtern von rund 100 Gemeinden. Die eingetragene Partnerschaft in den Niederlanden (wie auch der französische PACS) stellte homosexuelle und heterosexuelle Paare zwar gleich, war aber trotzdem nur einen billigen Eheersatz dar, ohne echten Erbvorteil oder automatische Anerkennung der Elternschaft.

Job Cohen, Justizminister der zweiten Kok-Regierung, hat dann später die parlamentarische Debatte über die Homo-Ehe eingeleitet. Die Homo-Ehe nach niederländischem Stil hat eine fast vollständige Gleichheit der Rechte und Pflichten zwischen homo- und heterosexuellen Paaren erreicht.

Seit April 2014 erhalten lesbische Paare in einer eingetragenen Partnerschaft oder Ehe, deren Kinder nach künstlicher Befruchtung geboren werden, automatisch den Elternstatus. Bisher galt die biologische Mutter des Kindes immer als juristische Mutter und der rechtliche Vater musste ein Mann sein (außer bei anonymer künstlicher Befruchtung). Falls die Verwandtschaft nicht automatisch anerkannt wird, kann der gleichgeschlechtliche Partner die Adoption des Kindes beantragen.

Jüngste Umfragen zeigen, dass mindestens 90 % der Atheisten, Agnostikern und nicht praktizierenden Christen, die Homo-Ehe positiv betrachten. 40 % der niederländischen Bevölkerung ordnet sich keiner größeren Religion zu. Andererseits haben unter den praktizierenden Christen nur 60 % der eine postive Meinungen zur Homo-Ehe.

Und zum Schluss noch ein kurzer Nachruf von Wim Kok (auf Niederländisch).

Wolfgang / MensGo

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