LGBT-Tourismus: Die Schweiz kann es besser

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LGBT-Tourismus: Die Schweiz kann es besser

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 16. November 2018) Das Schweizer Tourismusmagazin Gastro Journal widmet in seiner Ausgabe vom 8. November 2018 einen Artikel dem LGBT-Tourismus in der Schweiz. Es geht um gute Aussichten, aber auch um bedauerliche Mängel. Obwohl die tolerante und neutrale Schweiz während des Zweiten Weltkriegs sicherlich ein Zufluchtsort für die LGBT-Gemeinschaft war, sind die kantonalen und nationalen Verwaltungen heute nicht mehr so besonders progressiv.

Schweiz. Im Winter prächtige Landschaften und eine Traumumgebung in einem sehr stark heteronormativen Umfeld.

Die ausländische LGBT-Community kennt in der Schweiz meist nur Genf, Zürich und Lausanne als die schwulenfreundlichsten des Landes. Genf und Zürich sind auch Mitglieder des Rainbow Cities Network.

Zwei Städte zeichnen sich durch besondern Einsatz für die LGBT-Community und Touristen aus. So ist Zürich beispielsweise die einzige Schweizer Stadt, deren kommunale Website über einen speziellen Bereich für Fragen und Antworten von LGBT-Personen verfügt.

Die andere Gemeinde ist Arosa, wo seit 2005 jedes Jahr im Januar die Arosa Gay Ski Week unter der Leitung von Alexandre Herkommer stattfindet. Die nächste Ausgabe findet vom 19. bis 26. Januar 2019 in Graubünden statt.

Und was macht man in Arosa, außer Ski fahren? Eine Menge Dinge, wie das offizielle Video hier zeigt:

Einige Unternehmen sprechen LGBT-Menschen an, indem sie sich als hetero-freundlich bezeichnen, oder auch umgekehrt. Meist sind diese jedoch in einem günstigen Umfeld angesiedelt, wie zum Beispiel die LGBT-Zentren in Lausanne oder das Waldhotel National, ein Vier-Sterne-Haus in Arosa.

Die Anzahl der Sterne ist proportional zur vermeintlich hohen Kaufkraft der LGBT-Touristen. Diese Klientel hat oft mehr Geld für Freizeit und Reisen zur Verfügung, weil meist keine Kinder zu versorgen sind. Zum Teil mag dies aber auch ein Klischee sein. LGBT-Kunden im Allgemeinen und die Schweizer im Besonderen sind dagegen sehr anspruchsvoll in Bezug auf Sicherheit und Unbesorgtheit: Schwule und Lesben bevorzugen natürlich Orte, an denen ihre sexuelle Orientierung keine Probleme oder gar Konflikte verursacht.

Gare de Zurich

Zürich, eine LGBT-freundliche Stadt. © stadt-zuerich.ch

Die Sprecherin von Suisse Tourisme, Véronique Kanel, bestätigt im Interview mit Gastro Journal, dass das Unternehmen „keine Angebote macht, die sich speziell an diese LGBT-Community richten“. Aber „es ist durchaus möglich, dass wir mit Plattformen für Community-Mitglieder zusammenarbeiten“.
So hat Suisse Tourisme 2006 eine schwule Werbekampagne gestartet. Dies war jedoch eine einmalige Initiative ohne langfristiges Ziel. Mit anderen Worten, Projektleiter mit LGBT-Zielen müssen überzeugend sein, um Suisse Tourisme zu zu einer Zusammenarbeit zu ermutigen.

Wolfgang / MensGo

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