Lesbischer Valentinstag in Indien durch das Lied „Lingering Wine“

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Lesbischer Valentinstag in Indien durch das Lied „Lingering Wine“

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 15. Februar 2019) Am 12. Februar hat Pragya Pallavi ihr Album Queerism veröffentlicht – also nur zwei Tage vor dem Valentinstag und weniger als zwei Wochen nach dem Film Ek Ladki Ko Dekha Toh Aisa Laga. Die erste Single aus dem Album heißt „Lingering Wine“ und vertont Texte der queeren Künstlerin Deepa Vasudevan. Dies ist das erste indische Album mit einem LGBTQI-Thema und die erste groß produzierte indische Single, die über die Liebe zwischen Frauen spricht.

Um sich ein Bild vom Inhalt zu machen, hier der offizielle Clip:

Auf eleganten Schwarz-Weiß-Bildern sehen wir Pragya Pallavi und die Schauspielerin Kani Kusruti mit zärtlichen Streicheleinheiten und dann einen Kuss auf den Mund – sogar doppelt: Die Kamera filmt sowohl die beiden sich küssenden Frauen als auch ihr Spiegelbild.

Die Texte sind komplett auf Englisch, obwohl Pragya Pallavi aus Kerala kommt und Malayalam ihre Muttersprache ist. Diese Texte stehen im Einklang mit dem Bild, in dem die Sängerin ihrem Liebling wiederholt sagt, dass „süße süße Küsse / im Mund bleiben wie der Wein“ (Sweet sweet kisses / Linger like wine).

Auf ihrer Facebook-Seite beschreibt sich Pragya Pallavi wie folgt:

She does not like to be closeted in any way, whether it is about her music genre or about her sexuality.
(Sie mag es nicht, in irgendeiner Weise eingeschlossen zu sein, sei es in ihrem musikalischen Genre oder ihrer Sexualität.)

Auch wenn sie von sich selbst als Frau spricht, definiert sich Pragya Pallavi als Genderfluid, also ohne spezifische Geschlechtsidentität. Sie hat zwar noch keine Seite auf Wikipedia, ihr Song wird aber bereits von allen Online-Musikanbietern geführt, die sie auf der offiziellen Clip-Seite erwähnt, ebenso von Deezer.

Eine zweite Single, die sich der Emanzipation von Frauen widmet, wird zum Internationalen Frauentag am 8. März 2019 veröffentlicht werden. Das Album, dessen Veröffentlichungstermin noch nicht feststeht, wird neun Lieder umfassen.

Kommentar: Pragya Pallavi hat eine sehr schöne Stimme und kosmopolitische musikalischen Einflüsse. Schade, dass sie und ihre Partnerin nicht so gute Schauspielerinnen sind: Schlechte Synchronisation, lächerliche Mimik. Die gute filmische Qualität des Clips ist unterlegt von einer etwas trägen und eher unspektakulären Melodie. Hervorzuheben ist die Qualität der Texte, mit einer ziemlich interessanten Metapher (Analogie zwischen einem zaghaften Kuss und einem guten Wein) von Anfang bis Ende.

Eine nette Referenz zum Valentinstag, auch wenn der vor allem Kommerz ist.

Wolfgang / MensGo

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