Tony Awards 2019: Sehr schwulenfreundlich

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...

Tony Awards 2019: Sehr schwulenfreundlich

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 14. Juni 2019) Trotz sieben Nominierungen verließ das Musical The Prom die 73. Tony-Awards-Verleihung mit leeren Händen. Bei der Verleihung der Tonys 2019 in der Nacht vom 9. auf den 10. Juni auf der Bühne der Radio City Music Hall in New York sorgte das Werk dennoch für großes Aufsehen.

 

Das Aufsehen um The Prom

Was war los? Zwei Songs aus The Prom wurden von Kristin Chenoweth präsentiert, einer Schauspielerin und Sängerin, die als katholisch aber sehr schwulenfreundlich bekannt ist. Und am Ende ihrer Aufführung küssten sich die Sängerinnen und Schauspielerinnen Caitlin Kinnunen (Emma) und Isabelle McCalla (Alyssa) gegenseitig auf den Mund. Und zwar intensiv – schon während der Proben, aber auch auf der New Yorker Bühne und live im Fernsehen, mit der impliziten Zustimmung von Produzenten und Sendern.

Lassen Sie uns diese Gelegenheit nutzen, um ein Wort über The Prom zu sagen. Der Titel bezeugt es, er spricht vom Abschlussball in Schulen, dem berühmten Prom. Die Geschichte ist einfach: Als einem Highschool-Mädchen das Recht verweigert wird, mit seinem Liebsten in eine Kleinstadt in Indiana zu tanzen, beschließt eine einst berühmte Broadway-Truppe, dem diskriminierten Paar zu helfen.

Das Stück hatte sieben Nominierungen erhalten, darunter die für das beste Musical. Es ging am Ende zwar leer aus, machte aber kostenlose Werbung für den guten Zweck.

 

Ein Regenbogen-Outfit zu Ehren des 50. Jahrestags des Pride (CSD)

Es gab jede Menge Augenzwinkern in Richtung LGBT-Gemeinde, auf der Bühne und in Richtung des Publikums. Dasselbe passierte auch hinter den Kulissen, in Richtung der Medien. Der rote Teppich wurde deutlich weniger wahrgenommen als der Regenbogen an der Wand.

Hier ein Bild der Schauspielerin Caitlin Kinnunen vor dem Regenbogen der Tony Awards.

Caitlin Kinnunen

Caitlin Kinnunen vor dem Regenbogenteppich der Tony Awards 2019
©  Dimitrios Kambouris/Getty Images for Tony Awards Produktion

 

Was zum Lachen

Vor dem Rest dieses Artikels zuerst einmal etwas zu lachen… Das folgende Video ist wirklich sehr, sehr lustig. In The Late Late Late Show mit James Corden sehen wir die Eltern von James Corden (dem britischen Schauspieler, der die Tonys 2019 moderierte). Anlässlich der Tony Awards gehen sie auf Entdeckungsreise in New York und versuchen so, ihren Platz in dem sehr jungen, sehr schlanken und sehr muskulösen Universum der Musicals zu finden, die den Ruf des Broadways begründeten.

 

Oklahoma! gewinnt den Tony Award für die beste Wiederaufnahme eines Musicals

Die Tonys-Jury mochte die Wiederaufnahme von Oklahoma! in der LGBT-Version nicht, vergab aber den Titel an ein anderes Stück mit dem Titel Oklahoma!.

Erklärung: Das Musical des bekannten Duos Rodgers und Hammerstein wurde in weniger als einem Jahr in zwei verschiedenen Versionen neu augelegt: Die „Hetero“-Version von Daniel Fish, deren Name jedoch nicht einmal auf der Website der Tony Awards erwähnt wird, erhielt zwei Tony Awards, während die LGBT-Version von Bill Rauch keine Nominierungen erhalten hatte. Dies zeigt wieder einmal, wie sehr solche Preise stärker die Produzenten als die Künstler ehren, zumindest in den Vereinigten Staaten).

In der Kategorie „Beste Wiederaufnahme eines Musicals“ gab es nur zwei Nominierungen.

Santino Fontana gewann den Tony Award als bester Schauspieler in einem Musical für seine Darstellung von Michael Dorsey in Tootsie, der Broadway-Adaption von Sydney Pollacks Film. Im Film hatte sich seinerzeit Dustin Hoffman in seinen beiden männlichen und weiblichen Rollen verewigt.

Terrence McNally

Terrence McNally (l.), der Regenbogen-Autor posiert (hier mit Tom Kirdahy) für die Ewigkeit
© Dimitrios Kambouris/Getty Images for Tony Awards Production

 

Ein Ehren-Tony für Terrence McNally

Wie schon in einem früheren Artikel erhält Terrence McNally auch heute das letzte Wort.

Der amerikanische Dramatiker erhielt einen Tony Award für sein Lebenswerk. Der schwerkranke Terrence McNally hielt eine sehr bewegte und bewegende Rede.

Terrence McNally beschwor die Freuden des Dramatikers mit seiner Rede – und hier das wichtigste Zitat:

I love it when I know something I wrote softened the heart of parents who had banished their son and daughter from their lives when they came out as gay and lesbian.
(Ich liebe es zu wissen, dass ich etwas geschrieben habe, das die Herzen der Eltern berührt, die ihren Sohn oder ihre Tochter nach dem Coming-out aus ihrem Leben verbannt hatten.)

Wolfgang / MensGo

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg