Erste Homo-Ehen in Ecuador

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Erste Homo-Ehen in Ecuador

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 31. Juli 2019) Seit dem 18. Juli 2019 ist die gleichgeschlechtliche Ehe in Ecuador erlaubt. An diesem Tag wurden Alexandra Chávez und Michelle Avilés als erstes lesbisches Paar in Ecuador getraut. Eine Woche später, am 25. Juli, wurden Giovanni Vareles und Boris Álvarez als erstes schwules Paar in Ecuador getraut. Und das alles dank der Entscheidung des Verfassungsgerichts von Ecuador vom 12. Juni 2019, die hier bereits besprochen wurde.

Alexandra Chávez und Michelle Avilés haben sich in Guayaquil, der wirtschaftlichen Lunge Ecuadors und zweitgrößten Stadt des Landes, das Ja-Wort gegeben. Ihre Hochzeit fand im Anschluss an den CSD (offiziell Gay Pride Day) statt, der am 17. Juli das Stadtzentrum von Guayaquil in Party-Stimmung gebracht hatte. Esther Sánchez, die zuständige Standesbeamtin, führte die Trauung in einer kleinen Gruppe, aber in Anwesenheit zahlreicher Mikrofone und Pressekameras durch. Nachfolgend der spanischsprachige Bericht von AFP über diese historische Eheschließung für die ecuadorianische und internationale LGBT-Gemeinschaft:

Hier noch ein weiterer Bericht im Originalton, aber mit untertitelten Kommentaren. Wir erfahren hier, dass die Eheschließung 50 US-Dollar bzw. 45 Euro kostet. Wenn die Ehe außerhalb des Standesamtes geschlossen wird, kostet sie fünfmal mehr…

Giovanni Vareles (29) und Boris Álvarez heirateten ebenfalls in Guayaquil, allerdings erst am 25. Juli.

Die ersten Homo-Ehen in der Hauptstadt Quito werden erst am 5. August 2019 geschlossen werden. Das erste gleichgeschlechtliche Ehepaar in Quito werden Pamela Troya und Gabriela Correa sein, die schon seit 2013 vergeblich versucht hatten, in Ecuador zu heiraten. Die beiden Frauen waren die ersten, die am 10. Juli vom Standesamt in Quito grünes Licht erhielten.

Auf der Website von Matrimonio homosexual Ecuador sind seit dem 25. Juli 2019 insgesamt 71 homosexuelle Paare aufgeführt, die in Ecuador heiraten wollten, und von denen sechs bereits einen Termin beim Standesamt vereinbart hatten.

Eine etwas andere Situation betrifft die 495 LGBT-Paare, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben. Wenn solche Paare heiraten wollen, müssen sie zunächst ihre Partnerschaft auflösen. Das kann bis zu sechs Monate dauern und kostet fast 200 Dollar (180 Euro). Und das erscheint umso absurder, wenn die Auflösung einer De-facto-Gemeinschaft der Ehe derselben beiden Personen vorausgeht, und es deshalb doch ausreichen würde, die De-facto-Gemeinschaft in eine Homo-Ehe umzuwandeln.

Schwule und lesbische Ehen in Ecuador wurden durch die Veröffentlichung der beiden Entscheidungen des Verfassungsgerichts vom 12. Juni im Amtsblatt (am 8. Juli) ermöglicht, das den beiden Texten de facto Rechtskraft verleiht.

Wolfgang / MensGo

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